Weil der Vogelbestand am Waldrand unserer Gemeinde immer weniger wurde, begann der Pecherpfad Hölles im Winter 2013/14 im Bereich des Schaupfades mit der Aufstellung von Futterhäuschen und gezielter Fütterung in den Wintermonaten. Seither nehmen die Pecherpfad-Initiatoren auch an der jährlichen Vogelzählung von Birdlife Österreich teil.
Mit selbst gebastelten Nistkästchen und Föhren-Futterbockerl gab es schon nach wenigen Jahren sichtbare Erfolge. Nach vier Jahren konnte man erstmals die Früchte der Arbeit sehen: Der Kleinvogelbestand hat sich durch die Aktion verdoppelt. 2020 nach 7 Jahren sogar vervierfacht.
Dieser Stand hat sich bis heute auf diesem Niveau erhalten, obwohl saisonal oft leichte Rückgänge durch die verschiedenen Vogelkrankheiten zu verzeichnen waren.
Auch heuer war die Kohlmeise, die an den Futterstellen jeweils mit etwa einem Dutzend vertreten war, so wie im Bundestrend die Nummer 1. Besonders erfreulich, dass erstmals die Amselpopulation stark zugenommen hat (diese Art war vor wenigen Jahren fast ausgestorben). Auch Feldsperling, Gimpel und Rotkehlchen kann man vereinzelt antreffen. Dazu kommen noch vorbeifliegende Eichelhäher, deren Bestand bundesweit mit über 80 Prozent zugelegt hat. Auch Türkentauben sind ab und zu hier am Waldrand anzutreffen.
„Wir freuen uns, dass wir mit dieser Maßnahme auch im Winter den Pecherpfad beleben können und natürlich darüber, dass das seit 13 Jahren durchgeführte Projekt ein großer Erfolg ist“, sagt Pecherpfad-Projektleiter Ernst Schagl.
Auch wenn die heurige Harzsaison zum 30 Jahr-Jubiläum des Pecherpfades und 15 Jahre Immaterielles Unesco-Kulturerbeprojekt traditionell mit dem Saisoneröffnungsfest am 1. Mai um 14 Uhr (bei Schlechtwetter am 3.5. um 14 Uhr) beginnt (vorher gibts noch am 21.3. zum Tag des Waldes eine Baumpflanzaktion - 30 Jungbäume für den Wald der Zukunft und 1 Lebensbaum für alle Neugeborenen unserer Gemeinde), ist der Pecherpfad ganzjährig frei zugänglich. Und so kann man beispielsweise beim Zugang vor der Pecherkapelle links
neben dem Bankerl bei einer Futterstelle den Vögeln beim Naschen zusehen. Besonders schön morgens und abends, wenn in der Stille des Föhrenwaldes das Zwitschern und der Gesang der Kleinvögel zu hören ist.
Text: Ernst Schagl


