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Pecherpfad auf Werbetour

Als Botschafter des alten Pecherhandwerkes, aber auch der Gemeinde und der Heurigenkultur, war die Pecherpfad-Initiatorengruppe Hölles wieder einmal auf überregionaler Werbetour unterwegs. Am Samstag, 26. 9., beim großen Alpenvereinsfest bei der Eisensteinhöhle in Bad Fischau-Brunnd und am Sonntag, 27.9., ganztägig mit einem fast 100 Jahre alten Tramway-Sonderzug entlang der Wiener Ringstraße gemeinsam mit den wichtigsten Museen des Industrieviertels.

"Das Wochenende war ein Riesenerfolg, erreichte unser Unesco-Kulturprojekt zum Abschluss der 30-Jahr-Feierlichkeiten an beiden Tagen mehr als 2000 Gäste", freut sich Projektleiter Ernst Schagl. 


Mit zwei Pecher-Schauvorführungen beim Pechbaum neben dem Alpenvereinshaus in Brunn, wo seit 2018 ein Pech-Schaubaum bearbeitet wird und einem Pechheferl-Bockerl-Zielwurf für Kinder sowie einem Infostand beteiligte sich der Pecherpfad beim Alpenvereinsfest mit zahlreichen Attraktionen wie Schnupperklettern, Höhlenführungen, Bergeübung der Bergrettung Hohe Wand beim neuen Übungsklettersteig, Wander-Accesoires sowie leckeren Hüttenschmankerl.

Die von Bgm. Franz Stiegler zuletzt beim Walderlebnis-Kindernachmittag gespendeten beiden Waldtiere, ein junger Mäusebussard und ein großes Wiesel, waren bei den Kindern begehrte Fotomotive.

"Die Alpenverein-Sektion Wr. Neustadt zählt mit 2800 Mitgliedern zu den größten Teilorganisationen Österreichs", sagte Obmann Reinhard Kernegger beim Pecherstand den Gästen und als Nachsatz: "Wir bieten für alle Altersgruppen, von der Alpenvereinsjugend bis zu geführten Senioren- und Mehrtages-Wandertouren in traumhafter Berglandschaft Natur- und Höhlelnführungen sowie Radausflüge vielfältige Freizeitprogramme von besonders geschulten Fachpersonal".


Am Sonntag, 27.9., folgte am "Tag des Denkmals" (50 geöffnete museale Einrichtungen in Wien) mit 2 denkmalgeschützten, historischen, fast 100 Jahre alten Straßenbahnzügen ganztägig kostenlose Fahrten rund um die Wiener Ringstraße mit längeren Halten am Karlsplatz und Schwedenplatz sowie Kurzhalten beim Schotten- und Stubentor, wo die Gäste ein- und aussteigen konnten. Im Dreiwagenzug konnten 12 museale Einrichtungen vom Verein "Abenteuer Industrie" laufend  5 Minuten lang ihr Projekt und ihre Gemeinde präsentieren und anschließend Werbeprospekte verteilen. Dazu unterhielt ein Musiker mit Wienerlieder die Fahrgäste. "1782 Gäste, davon 1495 Erwachsene und 287 Kinder sowie 4 Hunde und 1 Berufsfotograf waren in beiden Sonderzügen unterwegs, im Dreierzug mehr als 1000, der Rest im Zweiwagenzug mit Holzkasten-Anhängerwagen", zieht Schriftführerin Uschi Seemann  und Organisatorin Elisabeth Portele  (Obfrau Traimwaymuseum Traiskirchen), beide von "Abenteuer Industrie" am Montag, 28.9., erfreuliche Bilanz des Werbetages mit dem rollenden Museum. Anmerkung: Diese Zahlen sind deshalb bekannt, weil die Schaffner jedem Gast eine historische nachgedruckte Fahrkarte (1,30 Schilling) mit Zählnummer übergaben. "Man sieht die eindrucksvollen Prachtbauten wie etwa Heldentor und Hofburg, Kunst- und Naturhistorisches Museum, Parlament, Burgtheater und Rathaus, wo gerade der Circus Roncalli gastiert, von der Straßenbahn aus einer ganz anderen Perspektive als wenn man nur mit dem Auto vorbeifährt", meinte ein Fahrgast nach der 1. Ringrunde.  


Am 21. Oktober, gibt es  wegen mehrere Einzelanfragen nochmals für Interessierte am Pecherpfad eine letzte Schauvorführung 2026, und zwar nach einer Busreisegruppe aus Wien mit Beginn 16 Uhr. Gleich anschließend nur nach Voranmeldung bis 19.10. (0664/3230237) einen Workshop mit Herstellung des heilkräftigen Pechbalsams. Saisonschluss ist am 26. Oktober mit dem Pecherhahn, wo um 14.30 Uhr  im Rahmen des 1. Gerhard Schrammel-Gendekwandertages auch ein Totengedenken mit Geläute der Pecherglocke nicht nur für die Pecher, sondern auch für den verstorbenen geschäftsführenden Gemeinderat Mag. Schrammel, der beim Unesco-Aufnahmeverfahren aktiv mitgearbeitet hat, stattfinden wird. Text: Pecherpfad Hölles Fotos: Ernst Schagl, Alpenverein Wr. Neustadt, Verein Abenteuer Industrie 


Text: Pecherpfad Hölles
Fotos: Ernst Schagl, Alpenverein Wr. Neustadt, Verein Abenteuer Industrie

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