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Pecherpfad-Picknick mit ältestem Volksmusiker Österreichs

Überraschungsgast am Pecherpfad war anlässlich 30 Jahre Pecherpfad unbd 15 Jahre Immaterielles Unesco-Kulturerbeprojekt am 4. Juni bei der 1. Harzernte des Jahres mit Pecherjause (Selchspeck von Michael Groiss, Pecherbrot von der Bäckerei Dworzak und Weine der 3 Hölleser Winzer) wie anno dazumal der älteste aktive Volksmusiker Österreichs, Robert Zach aus Wr. Neustadt. Er wird in Kürze 99 Jahre alt, unterhielt mit Spiel und Gesang  eineinhalb Stunden lang die Gäste aus Nah und Fern mit einem Teil seiner über 200 Volkslieder. Sogar das Abschlusslied „Pfiat Gott und auf Wiedersehen“ und eine Zugabe spielte und sang er mit seiner 15 Kilogramm schweren Harmonika im Stehen!

 

Mit dem bekanntesten Pecherlied, dem „Pechabuam“ eröffnete bei Traumwetter „die Ausnahmeerscheinung in der Volksmusikszene“ wie viele sagten, das Pecherpfad-Picknick mitten im Föhrenwald.

Robert Zach, der zu seiner Pensionierung von Univ.Prof.Dr. Peter Bösch (er wurde erst kürzlich in Hölles bestattet) namens der Ärzte des Wr. Neustädter Schwerpunktkrankenhauses, wo er 25 Jahre als Verwalter arbeitete, eine Steirische Harmonika geschenkt bekam. Im Ruhestand erlernte er das Harmonika spielen - und übt seit damals fast täglich.

Bgm. Franz Stiegler dankte in seiner Rede den Initiatoren für die immer neuen und besonderen Attraktionen am Pecherpfad und war von Robert Zach so begeistert, dass er ihn gleich für einen Gastauftritt zu einer besonderen Veranstaltung 2027 in unserer Gemeinde eingeladen hatte.

Gezeigt wurde, wie mit Unterstützung der Familie früher die Harzernte vor sich ging und dann gemeinsam auf einer Decke im Wald die Pecherjause eingenommen wurde und zu Hause in einer Lavoir mit heißem Wasser und Schmalz bzw. Soda  die Hände von den Pechrückständen gereinigt wurden.

Erfreulich: Zum Picknick im Pecherwald kamen auch zahlreiche Jungfamilien unserer Gemeinde. Für die Kinder gab es ein Bockerl-Zielwerfen und für alle ein Bockerl-Schätzspiel mit Sachpreisen.

Mit genau 500 Föhrenbockerl im Sack, vorbereitet von Pecherpfad-Mitgründer Gerhard Schagl, hatte die Familie Weigelhofer mit ihrem jüngsten Sohn Sandro die richtige Zahl erraten, gefolgt von Judith Silhavy (MitbetreiberIn Cafe Mizis) mit 496 Bockerl und Vzbgm. Martin Schneidhofer mit 510 Bockerl.

Herzliche Gratulation allen Gewinnern!

Von den zahlreichen Eintragungen ins Pecher-Ehrenbuch hier eine Gästemeinung von einer Frauenrunde aus Bad Vöslau/Baden, die nach Veranstaltungsende noch im Pecherwald geblieben sind: „Wir sind seit über 25 Jahren bei unzähligen Veranstaltungen in der Region gewesen, aber bei einer so schönen und eindrucksvollen, die an das Arbeitsleben unserer Vorfahren erinnert, waren wir noch nie!“.

Sommerpause gibt es im Jubiläumsjahr am Pecherpfad heuer erstmals keine. Diese Woche kommt noch die örtliche Volksschule, im Sommer sind mehrere Schauvorführungen ebenso geplant wie das Kinder-Ferienspiel der Gemeinde Sollenau und am 15.8. ein besonderer Walderlebnis-Kindernachmittag mit gesunder Jause, gespendet von der Gemeinde Matzendorf-Hölles.

 

Vielen Dank allen freiwilligen HelferIn, die zum Gelingen dieser besonderen Veranstaltung beigetragen haben und allen Gästen für Ihren Besuch.

 

Text: Pecherpfad Hölles

Fotos: Hermann Böck, Erich Riegler, Gerhold Wöhrer, Ernst Schagl.

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